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Rosen verzaubern uns Menschen schon seit tausenden von Jahren, nicht nur bereichern sie unsere Gärten mit einem unvergleichbaren Farben- und Duftspiel, auch sind sie Heil- und Nutzpflanze, so finden wir ihre Bestandteile nicht nur in Parfums und Seifen wieder, sondern auch in Rosenölen, Marzipan und Lebkuchen. Rosen sind aber nicht nur vielfältig einsetzbar, auch haben sie einen hohen ideellen Wert, so gilt die Rose gemeinhin als die Blume der Liebe und wird gerne die „Königin der Blumen“ genannt.

Damit diese wunderbare Pflanze auch bei Ihnen bestens gedeiht, haben wir hier ein paar Pflegetipps, beginnend bei der Standortwahl bis hin zur richtigen Pflege, für sie zusammengestellt:

Standort:

Rosen bevorzugen einen warmen, sonnigen bis halbschattigen Standort, dieser sollte luftig und windumspielt sein. Ist der Standort stark zugig, zu schattig oder trocknet schlecht ab, birgt er eine erhöhte Krankheitsgefahr. Ein tiefgründiger, lockerer, sauerstoffreicher, humoser Boden ist sehr wichtig, Rosen wurzeln tief und brauchen für ihre Blütenfülle ausreichend Nährstoffe. Soll eine Rose an einen Standort gepflanzt werden, an dem vorher schon einmal eine Rose saß, muss der Boden großzügig ausgetauscht werden.

Pflanzung:

Das Pflanzen unserer Containerrosen kann ganzjährig (außer bei Frost) erfolgen. Das Beet sollte gut vorbereitet sein, so muss der Boden tiefgründig (min. 50 cm tief) umgegraben und gelockert werden, schwere Böden können mit Sand, Rosenerde oder Kompost aufgewertet werden, leichte Böden mit Kompost und Rosenerde. Auch wenn Sie einen guten Boden haben empfiehlt es sich frische Rosenerde zuzumischen.

Zum Einpflanzen Ihrer Rose wird dann ein Loch im vorbereiteten Beet gegraben (ca. doppelt so groß, wie der Container der Rose). Entnehmen Sie die Rose vorsichtig dem Topf und tauchen Sie ihren Wurzelballen so lange in einen Eimer Wasser, bis sich keine Bläschen mehr bilden. Danach wird der Rosenstock in das vorbereitete Pflanzloch gesetzt und zwar so tief, dass die Veredelungsstelle ca. 5 cm unter der Oberfläche liegt. (Bei unseren Containerrosen ist dies meist schon der Fall, so dass Sie die Rose einfach wieder genauso tief einpflanzen wie sie auch im Topf mit Erde bedeckt war. Bei Rosen im kleinen Container schaut die Veredelungsstelle aber manchmal aus der Erde heraus, diese Rosen müssen dann unbedingt tiefer gepflanzt werden!)

Danach wird das Loch wieder mit frischer Rosenerde aufgefüllt und die Pflanzung gut angegossen. Stammrosen benötigen einen Pfahl an dem sie angebunden werden, Kletterrosen werden leicht schräg zum Rankgerüst eingepflanzt, sollen sie eine Hauswand begrünen, müssen sie in ausreichend Abstand zu dieser gesetzt werden und zwar so, dass auch später genügend Luft zwischen Rose und Wand zirkulieren kann.

Düngung:

Damit Ihre Rose gut wachsen und vor allem Blühen kann, braucht sie eine gute Nährstoffversorgung. Es ist wichtig einen speziellen Rosendünger zu verwenden, denn diese sind speziell auf die Ansprüche der Rose abgestimmt. Rosen werden zweimal im Jahr gedüngt, die erste Düngung findet im Frühjahr statt, die Zweite im Sommer zwischen der ersten und zweiten Rosenblüte. Die richtige Aufwandmenge entnehmen Sie bitte der Verpackung unserer Rosendünger. Im Sommer kann zusätzlich eine Mulchschicht um die Rosen ausgebracht werden, so dass der Boden vor Verdunstung geschützt ist.

Pflege:

Damit Ihre Rose langfristig gesund und kräftig bleibt können Sie einiges tun, wählen Sie eine robuste Sorte und beachten Sie die richtige Standortwahl und Pflege, damit können Sie schon vorbeugend eine Menge für die Gesundheit Ihrer Rose bewirken.

Rosen brauchen einen lockeren, sauerstoffreichen Boden, daher sollten Sie diesen immer wieder auflockern.

Auch muss das ganze Jahr über auf Schädlinge kontrolliert werden. Tierische Schaderreger, wie Blattläuse, Spinnmilben und Thripse, treten hauptsächlich bei trockener und heißer Witterung auf, auch bei Pilzbefall spielt das Wetter eine enorme Rolle. Häufig treten Pilze wie Sternrußtau, Echter und Falscher Mehltau sowie Rosenrost auf. Um das Risiko eines Krankheitsbefalls zu verringern, kommt es auf die richtige Pflanzenpflege, wie den Schnitt und das regelmäßige Entfernen von krankem, altem sowie abgestorbenem Pflanzmaterial an. Verblühte Blütenblätter und kranke Blätter sollten immer von der Rose und dem Boden entfernt werden.

Ein regelmäßiger Schnitt gehört bei den meisten Rosen genauso dazu wie das Entfernen von Unkräutern und Wildtrieben.

Viele Rosen benötigen einen Winterschutz, Bodendecker-, Beet- und Edelrosen sollten ca. 15 cm hoch angehäufelt werden, zusätzlich können Sie sie mit Tannenreisig schützen. Strauch- und Kletterrosen können genauso behandelt werden, brauchen aber zusätzlich auch an den höher gelegenen Trieben einen Schutz. Bei Stammrosen sollte beim Schutz ein besonderer Wert auf die Veredelungsstellen gelegt werden. Verwenden Sie Materialien wie Sackleinen, Vlies, Reisig und ähnliches, Folien sind nicht geeignet. Alles hierfür notwendige Material finden Sie im Herbst in unserem Sortiment. Ab März kann jeglicher Winterschutz wieder entfernt werden.

Schnitt:

Der richtige Rosenschnitt ist entscheidend für schöne und reichblühende Rosen, dabei muss beachtet werden, dass die verschiedenen Rosengruppen, verschieden stark geschnitten werden, einige Schnittmaßnahmen gelten jedoch für alle Rosen, mit diesen wollen wir beginnen.

  1. Kranke oder verletzte Triebe, sowie solche mit Frostschäden oder Schädlingsbefall werden bis in das gesunde Holz zurückgeschnitten.
  2. Zu dünne Triebe werden stark zurückgeschnitten, gibt es Triebe die sich überkreuzen wird der Schwächere entfernt.

Es ist wichtig den richtigen Schnittzeitpunkt abzupassen, gut können Sie sich an der Forsythienblüte orientieren, wichtig ist es auch immer sauberes und scharfes Schnittwerkzeug zu verwenden. Beim Schnitt gilt: Triebstummel bleiben stehen, es wird 5-10 mm über dem Auge geschnitten, beim entfernen der verblühten Blüten von öfters blühenden Rosen wird kurz über dem ersten oder zweiten voll entwickelten Blatt geschnitten. Einmal blühende Rosen sollten nicht geschnitten werden, da sich aus den verblühten Blüten Hagebutten bilden.

Schnitt der einzelnen Rosengruppen:

Bodendeckerrosen (öfter blühend): Bodendeckerrosen können entweder jährlich oder auch nur alle 2-3 Jahre zurückgeschnitten werden, dies sollte im zeitigen Frühjahr auf eine Höhe von ca. 20-30 cm geschehen, dabei darf ruhig eine Heckenschere verwendet werden.

Beet-, Edel- und Zwergrosen (öfter blühend): Sie vertragen im März einen starken Rückschnitt auf drei bis sechs Augen, je stärker der Schnitt, desto weniger, aber dafür wesentlich stärkere, Triebe entstehen.

Strauchrosen (öfter blühend): Strauchrosen werden im Frühjahr ausgelichtet, hierfür werden 1 bis 2 der älteren Triebe auf 2-3 Augen zurückgeschnitten, alle anderen werden eingekürzt, die kräftigen um 1/3, die weniger kräftigen um 2/3, die mittigen Triebe dürfen etwas länger bleiben als die außenliegenden. Alle 5 Jahre darf ein Verjüngungsschnitt durchgeführt werden bei dem ein bis drei der alten Triebe an der Basis entfernt werden.

Kletterrosen (öfter blühend): Bei Kletterrosen werden alle zwei Jahre ein bis zwei ältere Triebe an der Basis entfernt, die Langtriebe bleiben erhalten, man schneidet nur deren Seitentriebe auf 2-3 Augen zurück.

Stammrosen (öfter blühend): Die Triebe von Stammrosen werden jährlich ziemlich stark auf eine Länge von ca. 20 cm eingekürzt, dabei sollte auf einen schönen offenen Kronenaufbau geachtet werden, Kaskadenstammrosen schneidet man nur leicht.

Schnitt von einmalblühenden Rosen:

Wildrosen und alle anderen einmalblühende Rosen müssen so gut wie nicht geschnitten werden, altes und krankes Pflanzmaterial wird natürlich auch bei ihnen herausgeschnitten und entfernt, auch können sie alle zwei bis drei Jahre mal ausgelichtet werden, einen regelmäßigen Schnitt benötigen sie jedoch nicht.

Bei Ramblerrosen und einmalblühenden Kletterrosen können nach der Blüte im Spätsommer die verblühten Seitentriebe bis zum Ansatz am Haupttrieb entfernt werden.

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