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Gehölze – das sind Pflanzen deren Äste und Stamm verholzen, also Bäume und Sträucher. Dabei unterscheiden sich Bäume und Sträucher im Aufbau: ein Baum gliedert sich klar in Stamm und Krone, ein Strauch verzweigt sich aus dicht am Boden oder unterirdisch liegenden Seitenknospen und bleibt in der Regel kleiner als ein Baum.

Um viel Freude an Gehölzen zu haben, ist es nicht nur wichtig die passende Pflanzzeit und den richtigen Standort für das Gehölz zu kennen, auch müssen einige Punkte beim Einpflanzen beachtet werden.

Die richtige Pflanzzeit:

In unserer Gärtnerei bieten wir Ihnen Gehölze im Container an, diese haben den Vorteil, dass sie ganzjährig (außer im Frost) gepflanzt werden können.

Eine Pflanzung im Herbst hat den Vorteil, dass die Gehölze schon mal Wurzeln ziehen können und dann im kommenden Frühjahr kräftig austreiben.

Pflanzen welche in den ersten Jahren etwas kälteempfindlich sind, pflanzt man besser im Frühjahr, sodass sie bis zum ersten Wintereinbruch schon mal eingewurzelt und akklimatisiert sind.

Pflanzungen im Frühling oder Herbst haben einen weiteren Vorteil: Frische Pflanzungen müssen in den ersten Wochen regelmäßig ausreichend mit Wasser versorgt werden. Im Frühling und Herbst regnet es naturgemäß vergleichsweise viel und so erledigt die Natur das Gießen für uns. Bei einer Pflanzung kurz vor oder während der heißen Sommermonate muss das Gießen von uns selbst übernommen werden.

Der richtige Standort:

Sträucher und Bäume haben je nach Art ganz verschiedene Ansprüche, wenn Sie ein schönes Plätzchen im Garten zur Verfügung haben, überlegen Sie zuerst um was für einen Pflanzplatz es sich handelt. Zu beachten ist, ob es ein sonniges, schattiges oder halbschattiges Plätzchen ist, ob es sich um eine windige oder ein geschützte Stelle handelt, kommt viel oder wenig Wasser an den Standort, wie ist der Boden beschaffen und wie groß und breit darf meine Pflanze werden?

Sobald Sie all diese Punkte geklärt haben können Sie an die Auswahl des für Sie richtigen Gehölzes gehen, hierzu beraten wir Sie auch gerne vor Ort. Sobald Sie Ihre Pflanze ausgewählt haben geht es ans Pflanzen.

Gehölze richtig pflanzen:

Der Boden und die Baumgrube sollen für die Pflanzen ein möglichst natürliches Umfeld schaffen, daher ist es wichtig zu wissen, ob der Boden im eigenen Garten eher schwer oder locker, eher trocken oder nass ist, sodass man ihn, dem Pflanzenanspruch entsprechend, verbessern kann. Ein schwerer Boden kann mit grobem Sand verbessert werden, leichte Böden sollten mit Pflanzerde gemischt werden, nasse Böden sollten mit einer Drainage versehen werden. Auch kann im Frühling etwas Kompost mit ausgebracht werden. Es empfiehlt sich bei allen Neuanpflanzungen den Gartenboden mit frischem Substrat aufzubessern, denn dieses enthält alle Nährstoffe, welche für ein gutes Pflanzenwachstum notwendig sind.

Die Größe des Pflanzlochs richtet sich nach der Ballengröße des Gehölzes und der Beschaffenheit des Bodens. Das Pflanzloch muss immer etwas größer und tiefer als der Ballen sein, bei gutem Boden reicht es aus, dass Loch nur etwa doppelt so groß zu gestalten wie der Ballen groß ist, bei schlechtem Boden, sollte die Grube breiter und tiefer ausgehoben werden und mit einer größeren Menge frischem Substrat aufgefüllt werden.

Die Grubenwände und der Grubenboden sollten immer gelockert werden, glatte, verdichtete Wände sorgen für ein erschwertes Einwachsen der Wurzeln in den Boden!

Ist die Grube gegraben, wird das Gemisch aus Gartenboden und Substrat soweit in die Grube eingefüllt, dass der Ballen später nicht tiefer in der Erde sitzt, als er es im Container getan hat. Die Pflanze wird eingesetzt und die Grube wieder mit Erde aufgefüllt. Die Erde muss gut angedrückt und die frische Pflanzung sofort gewässert werden.

Pfähle für bessere Standfestigkeit:

Pflanzt man einen Baum, sollte man stets bedenken, dass dieser in den ersten Jahren eine Stütze benötigt. Wind und Wetter bringen Bäume zum Schwingen, diese Bewegung breitet sich bis in den Boden aus und erschwert das Einwachsen neuer Wurzeln in den Boden, deshalb sind frisch gepflanzte Bäume zu pfählen. Bei kleinen Bäumen mit einem Stammumfang bis zu 16 cm reicht in der Regel ein Pfahl aus, dieser kann gerade oder schräg entgegen der Windrichtung eingebracht werden. Stärkere Bäume werden üblicherweise mit 2 sich gegenüberliegenden Pfählen oder idealerweise mit 3 Pfählen gestützt. Die Pfähle werden in die noch leeren Pflanzgruben geschlagen, das sorgt für eine bessere Standfestigkeit. Der Baum wird mit Hilfe von Kokosstrick mit einer doppelten Achterschlinge an den Pfählen befestigt, der Strick muss jedes Jahr kontrolliert und eventuell nachgebunden werden. Nach drei Jahren benötigen die Bäume in der Regel keine Stütze mehr. Sträucher müssen nicht gepfählt werden.

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